Schlaflosigkeit heilen: Lebensweise |
|
|
Besonders wichtig für die Behandlung von Schlafstörungen ist die Anpassung der Lebensweise. Denn man kann viel dafür tun, dass man am späten Abend allmählich zur Ruhe kommt und dann gut schlafen kann. Nicht zu früh ins BettMan sollte erst ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist.Das kann später sein als zu anderen Zeiten des Lebens, denn mit zunehmendem Alter braucht man immer weniger Schlaf. Daher ist es wichtig, herauszufinden, zu welcher Zeit man abends müde wird und erst dann ins Bett zu gehen. Wieder aufstehen, wenn man nicht schlafen kannSpätestens wenn man sich eine halbe Stunde im Bett herumgewälzt hat und ahnt, dass man auch in den nächsten Minuten nicht einschlafen wird, sollte man wieder aufstehen und bei schwacher Beleuchtung entspannende Dinge tun.Im Bett zu bleiben würde eher schaden, denn dann verbindet man das Bett immer mehr mit dem schlaflos Rumwälzen und nicht mit erholsamenm Schlaf. Ruhige Tätigkeiten am späten AbendIn der Stunde bevor man ins Bett geht, sollte man nichts Aufregendes mehr tun, sondern nur noch entspannende eher langweilige Dinge.Wichtig ist es, dass man vor dem Schlafen keine Problemgespräche mehr führt. Gedämpftes Licht macht müdeVor dem Schlafen sollte man für mindestens eine Stunde nur noch gedämpftes Licht um sich haben.Helles Licht macht nämlich wach und gedämpftes Licht macht müde. Langweilige Gute-Nacht-LektüreEin langweiliges Buch kann eine gute Hilfe gegen Einschlafstörungen sein.Wenn man vor dem Schlafengehen darin liest, lenkt man sich von den Gedanken des Tages ab und wird zugleich müde, weil das Buch langweilig ist. Ein spannendes Buch kann jedoch die Schlaflosigkeit fördern und sollte daher abends nicht gelesen werden. Abendliche RitualeDas Einschlafen kann gefördert werden, wenn man sich ein entspanntes Abend-Ritual angewöhnt.Das Unterbewusstsein weiss dann, dass es Zeit zum Müdewerden ist und stellt sich darauf ein, dass man bald einschläft. Dunkelheit im SchlafzimmerIm Schlafzimmer sollte es möglichst dunkel sein.Denn so wie gedämpftes Licht am Abend einen allmählich müde macht, fördert Dunkelheit schliesslich das Einschlafen. Besonders schädlich bei Schlafproblemen ist bewegtes Licht, beispielsweise, wenn man draussen Autos vorbeifahren sieht oder flackerndes Reklamelicht oder gar Fernseher. Ruhe zum SchlafenEs klingt wie eine Binsenweisheit, aber oft wird die Grundbedingung für einen guten Schlaf missachtet:Zum Schlafen braucht man Ruhe! Wenn es in der Umgebung nachts laut ist und man diese Lautstärke nicht durch Isolierfenster dämpfen kann, könnten Ohrstöpsel eventuell helfen, um die nötige Ruhe zu finden. Frische Luft im SchlafzimmerWichtig ist, dass man beim Schlafen gute Luft zum Atmen hat.Daher hilft es, wenn man vor dem Schlafen noch einmal gründlich lüftet oder nachtsüber das Fenster geöffnet lässt. Auf die richtige Temperatur kommt es anDamit man sich entspannen kann und zur Ruhe findet, sollte es weder zu kalt noch zu warm sein.Zur geeigneten Temperatur gehört einerseits die Raumtemperatur, die frisch, aber angenehm sein sollte. Auch die Dicke und Art der Bettdecke sollte zu den Schlafbedürfnissen passen. Wenn die Decke zu dünn ist, kann man auch eine zweite Decke darüber legen. Bei kalten Füssen helfen Bettsocken. Morgens regelmässig gleichfrüh aufstehenAuch wenn man schlecht einschlafen konnte, sollte man morgens möglichst immer zur gleichen Zeit aufstehen.Das merkt sich der Körper und dann hat man die Chance, dass man am kommenden Abend müde genug ist, um schnell einzuschlafen. Wenn man hingegen morgens lange schläft, um den fehlenden Schlaf nachzuholen, ist man am Abend wieder nicht müde genug, um einzuschlafen. Das morgendliche Aufstehen sollte man auch zügig erledigen und nicht noch lange im Halbschlaf im Bett liegen. Im Zweifelsfall stellt man sich einen Wecker und steht dann gleich auf. Sobald sich der Körper an einen regelmässigen Schlaf- und Aufstehrhythmus gewöhnt hat, kann man möglicherweise wieder auf den Wecker verzichten. Keinen oder kurzen MittagschlafSo gesund ein Mittagschlaf sein kann, sollte man bei Einschlafstörungen besser darauf verzichten oder nur ein kurzes Nickerchen halten.Mit einem langen Mittagsschlaf verringert man nämlich seine abendliche Müdigkeit.
|
|
|
| |